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Agualusa, José Eduardo. Die Frauen meines Vaters

agualusa_die frauen meines vaters

 

Übersetzung aus dem Portugiesischen von Michael Kegler

A1 Verlag, München 2010

Signatur: Lit Afr 285

 

 

 

 

 

Faustino Manso, ein berühmter angolanischer Musiker, hinterlässt nach seinem Tod sieben Frauen und 18 Kinder. Als seine jüngste Tochter Laurentina, eine in Portugal lebende Filmemacherin, von ihrem Vater erfährt, reist sie nach Angola, um das turbulente Leben des verstorbenen Musikers nachzuzeichnen.

Faustinos Spuren führen Laurentina und ihre drei Mitreisenden - Mandume, Bartolomeu und Pouca Sorte - durch Küstenstädte des südlichen Afrika, von Angola über Namibia nach Südafrika und Mosambik. Auf ihrer Suche lernen sie Faustinos Frauen, Musikerkollegen und Kinder kennen, und es entsteht das Bild eines vielseitigen, aber auch widersprüchlichen Mannes, der durch Charme und Musik einen tiefen Eindruck im Leben vieler Menschen hinterlassen hat.

Parallel dazu schildert José Eduardo Agualusa seine eigene, reale Reise mit der englischen Dokumentarfilmerin Karen Boswall und dem Fotografen Jordi Burch. Die Pfade beider Reisen liegen so nah beieinander, dass Wirklichkeit und Fiktion zu sich gegenseitig bedingenden und Spannung erzeugenden Gefährten werden. Leicht, humorvoll und vielstimmig entfaltet Agualusa ein Panorama des südlichen Afrika, seiner kolonialen Vergangenheit und seiner kulturellen und gesellschaftlichen Gegenwart.

Rezensionen

"Agualusa beherrscht die Kunst, das Alte in der Vereinigung mit dem Neuen zu porträtieren, das Einheimische im Flirt mit dem Fremden. Kultur ist Bewegung. Und Tradition, zumindest gute Tradition, ist gelingende Angleichung der Vergangenheit an die Gegenwart. In diesem Sinne ist Afrika voll vieler guter Traditionen. Und Agualusa ist deren Chronist. Er zeigt einen Kontinent in schöpferischer Unruhe, voller Leiden zwar, aber auch beschwingt von den Rhythmen der Globalisierung. Selten hat ein Autor diesen Schwung so feinsinnig und intelligent erfasst wie Agualusa. Und was für ein Glück, dass seine Romane einen so kunstvollen Übersetzer gefunden haben wie Michael Kegler."

Kersten Knipp, Neue Zürcher Zeitung

"Bald kann sich der Leser der Sogwirkung nicht mehr entziehen. Er wird berührt von der Vielfalt dieses Kulturkreises, erträgt die gravierenden politischen Auseinandersetzungen, weil er auch die vielstimmige, humorvolle Leichtigkeit des Autors spürt. Ein Stück erzählerische Magie, eine faszinierende Literaturwelt."

Heinz Neidel, Nürnberger Nachrichten