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Jubiläumskalender 2020

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Cheney-Coker, Syl (Sierra Leone)

coker.der nubierDer Nubier.

Übersetzung von Thomas Brückner.

Peter Hammer Verlag. Wuppertal 1996.

Signatur Lit Afr 59

 

 

 

 

Über das Buch:

Hundertfünfzig Jahre hab ich auf Dein Kommen gewartet, mein Sohn...

Sulaiman, der Nubier, hat die Gerne zwischen Leben und Tod, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft aufgehoben; in ihm lebt die alte Weisheit von Magie und Prophetie.

Der Dichter Syl Cheney-Coker gestaltet eine phantastische Welt von Illusion und Glauben, Realität und Vision. Er schreibt in einer Sprache, die unsere Vorstellungskraft herausfordert und die Bilder von der Rückkehr der Sklaven aus Amerika, der Verbrechen der Kolonialherren und der ihnen folgenden korrupten Machthaber neu entstehen lässt.

„Der Nubier" ist ein großes Lied auf die Liebe und die menschliche Schöpferkraft, ein leidenschaftliches Epos jenseits eines Kontinents oder einer Zeit, gesehen durch Sulaimans Stundenglas des Lebens.

 

 

 

cheney-cokerÜber den Autor:

Syl Cheney-Coker wurde 1945 in Freetown/Sierra Leone geboren. Er studierte an den Universitäten Oregon und Wisconsin und zählt mit seinen bisher drei Gedichtbänden und dem ersten Roman „Der Nubier" bereits zu den wichtigsten Autoren Afrikas. Für den vorliegenden Roman erhielt er den African Commonwealth Writers Prize.

 

 

Noch mehr über das Buch:

In seinem Roman Der Nubier versteht es Syl Cheney-Coker meisterhaft, eine Welt aus Illusion und Wirklichkeit zu erschaffen, poetisch und leidenschaftlich zugleich.

Die Geschichte beginnt im Gefängnis. Der Anführer eines Putsches gegen das menschenverachtende Regime des imaginären Landes Malagueta wartet auf seine Hinrichtung und überdenkt sein Leben. Nach dieser Eröffnung blendet der Autor zurück in die Zeit der Ankunft freigelassener Sklaven aus Amerika; er schildert den Aufbau Malaguetas, die erneute Kolonisierung durch die Briten, die Selbständigkeit und die ruinöse Entwicklung unter einem korrupten Regime. Der Autor beschreibt sie am Beispiel der Familien von Sebastian Cromantine und Gustavius Marins, ehemaligen Sklaven aus Virginia, die hier ein menschenwürdiges Leben aufbauen wollen und in die Wirren der Zeit geraten. Über allem schwebt die Gestalt des Sehers Sulaiman (genannt: der Nubier), der all diese Veränderungen schon dreihundert Jahre zuvor im Antlitz seines Zauberspiegels geschaut und vorhergesagt hat. Durch diese Gestalt entsteht eine hinreißend und aus unterschiedlichen Perspektiven erzählte Geschichte, ein Hohelied auf die Liebe – auch auf die körperliche – und die menschliche Schöpferkraft. Ein Roman, der auf alte afrikanische Glaubensvorstellungen ebenso zurückgreift wie auf religiöse Überzeugungen aus Islam und Christentum (mit deftig-witzigen Seitenhieben gegen die Bigotterie des Katholizismus), der respektlos mit Werken der Weltliteratur spielt und sich in die erste Reihe literarischer Werke in der Tradition des magischen Realismus einreiht. Eine geistreiche Darstellung afrikansicher Geschichte und zugleich eine fesselnde Erzählung, die ichts an literarischem Unterhaltungsvermögen zu wünsche übrig lässt.