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al-Aswani, Alaa (Ägypten)

al-aswani_der jakubijan-bau

Der Jakubijan-Bau

Übersetzung aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich

Lenos Verlag, Basel 2007

Signatur: Lit Afr 132

 

 

Die Armen wohnen oben, auf dem Dach, in kleinen Kabüffchen, die ursprünglich als Abstellkammern konzipiert waren. In den Stockwerken darunter geht es weniger knapp zu. Dort hat ein durch die Revolution von 1952 teilenteigneter Grundbesitzer sein Büro mitsamt Liebesnest, ein Chefredakteur seine Wohnung, ein Neureicher das Domizil für seine Zweitfrau und haben viele Ungenannte ihr ganz normales Zuhause. Auf vielfältige Weise verweben sich die Leben der Bewohner. Das Haus wird zum Mikrokosmos für Ägypten.

Alaa al-Aswanis Roman stellt vieles dar, was es in Ägypten gibt, worüber aber nicht häufig – und eigentlich nie in dieser Direktheit – gesprochen wird. Da kommt der junge Mann nicht an die Polizeischule, weil sein Vater nur Türhüter ist. Da hält sich der wohlhabende Journalist einen armen Oberägypter als Bettgenossen. Da predigt der eine Geistliche für die Regierungspolitik, der andere für den Terror. Da bereichern sich manche schamlos mit den zweifelhaftesten Geschäften. Da wird das junge Mädchen, das für seine Familie sorgen muss, von allen Arbeitgebern systematisch belästigt. Da träumt der ehemalige Aristokrat von vorrevolutionären, besseren Zeiten. Da wird im Bereich der Politik geschmiert, geschnüffelt und gefoltert. Da wird eben das tägliche Leben Ägyptens gezeigt.

Das Buch hat für Aufregung gesorgt. Es ist in Ägypten, Frankreich und Italien zum Bestseller geworden, besonders nach seiner Verfilmung. Der Film wurde an den Festivals von Berlin, Cannes und New York gezeigt und an den Filmfestspielen in Zürich mit dem Hauptpreis ausgezeichnet.

 

 

al-aswani alaaAlaa al-Aswani wurde 1957 in Ägypten geboren. Er hat das französische Gymnasium in Kairo besucht und in den USA Zahnmedizin studiert. al-Aswani lebt in Kairo, wo er als Zahnarzt, Journalist und Schriftsteller tätig ist. Mit dem "Jakubijan-Bau" gibt al-Aswani auf deutsch sein literarisches Debüt. Das Werk ist der meistbeachtete Bestseller der zeitgenössischen arabischen Literatur.

 

 

 

Pressestimmen

 

"Das bitterböse und zugleich liebevoll gezeichnete Gesellschaftsporträt Der Jakubijân-Bau ging unter die Haut. Die Sehnsucht, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit der Figuren wurden nur zu gut nachvollziehbar als Stimmungslage einer Bevölkerung unter einem autoritären, scheinheiligen und korrupten Regime."

NZZ am Sonntag

 

"Das Buch ist eine Sensation, ein so mutiger, zupackender Roman, dass den Lesern der Atem stockt. Alles ist drin: das vornehme und das dreckige Kairo, Religion, Politik, Sex, Terror, die Liebe. Hunderttausende haben das Buch gelesen, es ist der Bestseller der zeitgenössischen arabischen Literatur."

Der Spiegel