stimmen afrikas Kalender 2019

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mit Fotos unserer Autor*innen

von Herby Sachs

 

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Habila, Helon (Nigeria)

Habila-gr gerÖl auf Wasser

Übersetzung aus dem Englischen von Thomas Brückner

Wunderhorn: Heidelberg 2012

Signatur: Lit Afr 316

 

 

 

 

Über das Buch:

Port Harcourt, Nigeria, im Delta des Niger. Eine Frau verschwindet. Dies wäre keine Nachricht in den Medien wert, würde es sich nicht um eine Britin, die Ehefrau eines hochrangigen Mitarbeiters einer ausländischen Ölgesellschaft, die im Delta und vor der Küste Öl bohren, handeln.

Die Entführung ist offensichtlich das Werk einer Rebellengruppe, die gegen die Ölgesellschaften kämpft, die das Land ausbeuten und zerstören. Als eine Lösegeldforderung eingeht, wittert der junge Journalist Rufus die Chance zu einer großen Story und macht sich mit dem gealterten Starreporter Zaq auf die Suche nach der Entführten, eine Reise ins Delta des Nigers hinein, ins »Herz der Finsternis«, eine apokalyptische Welt. Mit wachsendem Entsetzen nimmt Rufus die Zerstörung der Umwelt wahr, die Eskalation der Gewalt, die Profitinteressen, die die widerstreitenden Kräfte – Ölgesellschaften, Polizei und Armee, Politiker und lokale Würdenträger auf der einen Seite, die Rebellen mit ihren Sympathisanten auf der anderen – in ihren Auseinandersetzungen verfolgen, die Entmenschlichung auf beiden Seiten der Front. Opfer sind in jedem Fall die einfachen Menschen, Fischer zumeist, die im Delta des Flusses leben. Sie haben nicht die Mittel, sich zur Wehr zu setzen, ihre Dorfgemeinschaften werden zwischen den Fronten zerrieben. Hoffnung vermittelt einzig ein Dorf auf der kleinen Insel Irikefe, das einen humanistischen, egalitären Gegenentwurf lebt, ähnlich dem, den Wole Soyinka in »Zeit der Gesetzlosigkeit« beschreibt: im Einklang mit der Natur, ihren Rhythmen und Gesetzen folgend. »Öl auf Wasser« ist Bildungsroman und Umweltkrimi zugleich, Politthriller und anrührende Liebesgeschichte.

 

Pressestimmen:

"Doch die surreal poetisierte Apokalypse aus vergifteten Gewässern, verpesteter Luft, lebensbedrohlicher Umweltzerstörung ist real. (...) In diesem realen politischen Setting ist Helon Habilas Roman "Öl auf Wasser" angesiedelt."

Sabine Vogel, Frankfurter Rundschau

"Der Roman wird (den Leser) packen, halten und hinabziehen. Der Stil fesselt, dieser Tonfall einer grossen Reportage. Doch der schöne Text bündelt schreckliche Dinge. (...) Ein Reichtum an Metaphern. Landschaftsskizzen, Szenen, Dialoge - alles wird Spiegelbild, Zerrbild, Allegorie."

Uwe Stolzmann, Neue Zürcher Zeitung

 

Über den Autor:

helon habilaHelon Habila, 1967 in Nigeria geboren, studierte Literatur und lehrte an der Universität bevor er nach Lagos ging, um dort als Journalist zu arbeiten. Für sein erstes literarisches Werk Waiting for an Angel, welches in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde, erhielt er den internationalen Caine Prize for African Writing und 2003 den Commonwealth Writers' Prize für die Beste Erstveröffentlichung. Measuring Time (2007), Habilas zweiter Roman, erhielt 2008 den Virginia Library Foundation Fiction Award und stand auf der Kandidatenliste für den Hurston/Wright Legacy Award 2008. Die Kurzgeschichte The Hotel Malogo gewann den Emily Belch Prize und wurde für die Anthologie The Best American Nonrequired Reading ausgewählt und veröffentlicht. Habilas dritter Roman Oil on Water (2010) ist der erste, der auf Deutsch erscheint. Habila lehrt kreatives Schreiben an der George Mason University und lebt in den USA und Nigeria.