Facebook

FB Logo

 

Besuchen Sie uns auf unserer Facebook-Seite. Wir freuen uns auf Sie! 

al-Bissati, Muhammad (Ägypten)

 

al-bissati hungerHunger

Übersetzung aus dem Arabischen von Hartmut Fähndrich

Lenosverlag: Zürich 2010

Signatur: Lit Afr 327

 

 

 

 

 

Über das Buch:

Wenn der Magen leer ist und lange leer bleibt, breitet sich die Leere im ganzen Menschen aus. Sie bemächtigt sich seines Gehirns und seiner Emotionen. Die Suche nach Nahrung wird zum Lebensinhalt, der Mangel zum Dauergedanken. Und der Hunger treibt zu anderen Fragen – existentiellen, politischen, theologischen –, denn er macht auch Klassenunterschiede sichtbar, die sich durch vereinzelte Aktionen der Nächstenliebe nicht übertünchen lassen.
Diesen Zustand führt Muhammad al-Bissati in seinem neuen Roman vor. Am Beispiel einer Familie aus einer ägyptischen Kleinstadt zeigt Hunger die Anstrengungen der Nahrungsbeschaffung und die Visionen, die über das tägliche Brot hinausgehen. Der Roman gibt so auch einen Einblick in gesellschaftliche Gruppen, deren Stimmen in Zukunft unüberhörbar werden, steht doch der Hunger weit oben auf der Liste der ungelösten Probleme dieser Welt.
Mit Hunger hat Muhammad al-Bissati ein weiteres literarisches Juwel geschaffen und dem bisherigen halben Dutzend seiner Romane hinzugefügt. Eindringlich, aber unspektakulär führt er eine Gesellschaft vor Augen – diejenige der ägyptischen Kleinstadt –, die nicht viele literarische Repräsentanten kennt.

 

al-BissatiÜber den Autor:

Geboren 1937 in Gamalija bei Port Said (Ägypten). Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften war er viele Jahre als staatlicher Rechnungsprüfer tätig. Sein literarisches Werk umfasst elf Romane und acht Erzählsammlungen. Häuser hinter den Bäumen ist sein erster Roman in deutscher Übersetzung. Eine Erzählung von ihm erschien in der Anthologie Auf Besuch. Geschichten aus der arabischen Welt.

Für sein gesamtes erzählerisches Werk wurde Muhammad al-Bissati im Jahr 2000 mit dem in Dubai verliehenen Sultan-Uwaiss-Preis, dem »arabischen Nobelpreis«, ausgezeichnet.

Muhammad al-Bissati starb 2012.